Lüfterrad prüfen
- Lüfterrad gegebenenfalls reinigen.
- Die Fächer müssen gerade stehen. Der Winkel soll 90° betragen.
- Bei schief stehenden Fächern das Lüfterrad austauschen.
ATMOS Ratgeber
Schritt für Schritt zur optimal vorbereiteten Schornsteinfegermessung.
Eine erfolgreiche Abgasmessung beginnt bereits mehrere Tage vor dem eigentlichen Termin. Mit dieser Anleitung bereiten Sie Kessel, Brennstoff und Betriebszustand systematisch auf die Messung vor.
Gut vorbereitet zur Messung
Die Abgasmessung beurteilt den Heizkessel unter definierten Betriebsbedingungen. Damit die Messwerte den tatsächlichen, ordnungsgemäßen Betrieb des ATMOS Holzvergasers widerspiegeln, müssen Kessel, Brennstoff und Anlagenbetrieb vorbereitet sein.
Beginnen Sie deshalb bereits 7 bis 10 Tage vor dem Messtermin mit den wichtigsten Kontrollen.
Grundvoraussetzung
Bevor Sie mit der eigentlichen Vorbereitung beginnen, muss der Schornsteinzug korrekt eingestellt sein.
Schornsteinzug kontrollieren
Der Schornsteinzug muss entsprechend den Angaben
im Bedienhandbuch des jeweiligen Heizkessels
eingestellt sein.
Zug gegebenenfalls einregulieren
Bei Bedarf erfolgt die Einregulierung über
einen geeigneten Zugbegrenzer.
Zu geringen Eigenzug beheben
Bei zu geringem Eigenzug kann je nach Anlage eine
Verlängerung des Schornsteins oder ein zusätzliches
Gebläse erforderlich sein.
Die erforderlichen Werte für den Schornsteinzug finden Sie im Bedienhandbuch Ihres jeweiligen ATMOS Kesselmodells.
7–10 Tage vor der Messung
Prüfen Sie rechtzeitig alle Bauteile, die Verbrennung, Luftzufuhr und Dichtheit beeinflussen können.
Alle Dichtschnüre müssen vollständig vorhanden und in gutem Zustand sein.
Stellen Sie sicher, dass die Anheizklappe im Rauchgaskanal sauber ist und vollständig dicht schließt.
Kontrollieren Sie, dass die Klappe an der Kette des Feuerzugsreglers erst bei etwa 90 °C bis zum Anschlag geschlossen ist.
Stellen Sie sicher, dass das Saugzuggebläse während des normalen Kesselbetriebs nicht abschaltet.
Fünf Abbrände vor der Messung
Beginnen Sie die letzten fünf Abbrände vor der Messung mit einem vollständig gereinigten Heizkessel.
Gründlich reinigen und entaschen.
Vollständig von Ascheresten befreien.
Reinigen und Ablagerungen entfernen.
Hinteren unteren Bereich aussaugen.
Einen Tag vor der Messung
Nach vier Abbränden den Heizkessel vor der Messung nicht erneut reinigen.
Die vier Öffnungen im Stahlgewölbe für die Primärluft müssen frei sein – relevant bei GS, GSE und GSP(L).
Die Anheizklappe muss sauber sein und vollständig dicht schließen.
Puffertemperatur durch Wärmeverbrauch rechtzeitig absenken.
Am Tag der Messung
Am Messtag kommt es besonders auf den richtigen Zeitpunkt und einen stabilen Abbrand an.
Kontrollieren Sie erneut, dass sich keine unzulässigen Spalten zwischen den Keramikteilen gebildet haben.
Holz sauber einschichten und möglichst keine Hohlräume zwischen den Scheiten entstehen lassen.
Holz dicht einlegen und Hohlräume vermeiden. Achten Sie darauf, dass möglichst wenig Glut durch die Düse in die Brennkammer gelangt.
Ab diesem Zeitpunkt die Kesseltüren nicht mehr unnötig öffnen.
Kontrollieren Sie gegebenenfalls die Brennkammer. Größere Glutstücke nach dem Nachlegen entfernen. Kleine Glutstücke können in der Brennkammer verbleiben.
Während der Abgasmessung
Während der eigentlichen Messung sollte der Kessel möglichst gleichmäßig und ohne Eingriffe betrieben werden.
Das Saugzuggebläse darf während der gesamten Messung nicht abschalten.
Der Restsauerstoff soll im Bereich von 6 bis 9 % liegen. Eine notwendige Anpassung erfolgt vorrangig über die Sekundärlufteinstellung.
Nach einer Änderung der Einstellung etwa 20 Minuten bis zur erneuten Messung verstreichen lassen.
Bei GSE, GSX und GSP(L) darf der Belimo-Stellmotor während der Messung nicht ständig auf- und zufahren.
Prüfen Sie vorsichtig mit dem Feuerungshaken von unten, ob die Düse verstopft ist. Kontrollieren Sie außerdem den Füllraum auf einen möglichen Hohlbrand und beseitigen Sie diesen gegebenenfalls. Anschließend auch die Brennkammer auf größere Glutstücke prüfen.
Fehler vermeiden
Häufig sind nicht einzelne Messwerte das eigentliche Problem, sondern ungeeignete Betriebsbedingungen während der Messung.
Zu früh mit der Messung begonnen
Saugzuggebläse schaltet ab
Größere Glutstücke in der Brennkammer
Holz schlecht aufgelegt – Hohlbrand
Ungeeignetes Brennholz
Anheizklappe schließt nicht richtig
Für Fachbetrieb & Schornsteinfeger
ATMOS gibt für den Betrieb des Holzvergasers eine Kesseltemperatur von etwa 80–90 °C vor. Der Dauerbetriebszustand ist damit frühestens ab etwa 80 °C erreicht.
Nach dem Nachlegen von geeignetem und ausreichendem Brennstoff und dem Schließen der Nachlegetür ist ein ungestörter Dauerbetriebszustand bei Nennwärmeleistung nach Herstellervorgabe frühestens nach etwa 40–60 Minuten gegeben.
Ratgeber zum Download
Speichern oder drucken Sie unseren ausführlichen Ratgeber und halten Sie ihn bei der Vorbereitung und am Tag der Schornsteinfegermessung griffbereit.
Noch Fragen?
Wenn Sie bei der Vorbereitung Ihres ATMOS Holzvergasers oder bei der Abgasmessung Unterstützung benötigen, wenden Sie sich an unsere Technikabteilung.